– Bericht Michael Goldbach über Radtour 15.07.2023 –
Ergänzung Albert Walch 17.07.2023
Mit einer Radtour hat der Ahnataler Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen den Landtagswahlkampf eröffnet.
Eine zehnköpfige Gruppe traf sich am 15. Juli 2023 am Alten Rathaus Weimar. Dort begrüßte die Ortsverbandsvorsitzende Michaela Kramer-Griebel zunächst die grüne Vizepräsidentin des hessischen Landtags und Radverkehrsexpertin Karin Müller.
Alsdann übernahm der Radkonzeptkoordinator von Ahnatal, Albert Walch, die Leitung. Er berichtete, dass nach sieben Jahren Planungsvorlauf in diesem und im nächsten Jahr Radwege im Rahmen des „Radkonzept Ahnatal 2025“ gebaut würden. Die Investition werden vom Land Hessen mit 70% und vom Bund mit weiteren 10% gefördert. Seit 2014 sind die Fördermittel für Radverkehr in Hessen von jährlich 4 Millionen auf 17 Millionen Euro in 2024 gestiegen.
Jüngst fertiggestellt wurde der Rad- und Landwirtschaftsweg „Alte Fürstenwalder Landstraße“. Dieser Weg ist Teil einer Radpendlerroute und war in einem sehr schlechten Zustand. Die Schadstoffbelastung der alten Teerdecke machte einen breiteren Ausbau als vorgesehen erforderlich.
Die Gruppe fuhr weiter nach Fürstenwald, wo die Teilnehmenden sich erst in der Kneippanlage am Richardsweg im kühlen Wasser erfrischen und anschließend im Café Libre des Biohofs Tolle mit Kaffee und Kuchen stärken konnten.
Nils Tolle, der seinen Master in ökologischer Agrarwirtschaft hat, informierte zum Thema „Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel“.
Die Klimakrise stellt die Landwirtschaft vor ungeahnte Herausforderungen. Klimaschutz und Klimaanpassung erforderten ein Umdenken in allen Bereichen. Es kann zu Hitzeextremen und Dürren kommen, aber auch zu starken Regenereignissen und Überflutungen. Es werde für Landwirt:innen immer schwieriger, langfristig zu planen. Wegen der zunehmenden Trockenheit in den Sommermonaten habe der Hof unter anderem seine Zisternen stark vergrößert.
Das Kernstück des 60 Hektar großen Hofs Tolle sei die naturnahe Rinderhaltung, die zur Pflege der nordhessischen Kulturlandschaft und zum Erhalt von Dauergrünland – und damit dem Klimaschutz dient (Humus als Kohlenstoffspeicher). Ein weiterer Erwerbszweig sei das „Market Gardening“, der ressourcenschonende Gemüseanbau auf kleiner Fläche zur Direktvermarktung.
Nach dreieinhalb Stunden ging es dann zurück nach Hause.

Unterwegs mit dem Rad auf der frisch sanierten „Alten Fürstenwalder Landstraße“. (Foto: Michaela Kramer-Griebel)
- Die ökologische Landwirtschaft boomt in Hessen. Schmackhaftes und gesundes Essen sowie das Tierwohl stehen für uns im Mittelpunkt. Nur mit starken GRÜNEN steigt der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen auf 25 Prozent, bleibt unsere vielfältige bäuerliche Landwirtschaft erhalten und haben Glyphosat und Gentechnik in unseren Lebensmitteln nichts zu suchen.
- Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen, der Schutz unseres Klimas, der Natur und der Artenvielfalt weiter eine zentrale Rolle in der Landespolitik
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