Artikel und Berichte

Erfolgreicher erster “Öffentlicher Grüner Stammtisch” im Gasthaus Himmel 

Bei unserem ersten öffentlichen Stammtisch am 25.Mai des OV der GRÜNEN in Schauenburg besuchte uns Boris Mijatovic, MdB. Er ist Sprecher für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe im Bundestag für unsere Fraktion B´90/Die Grünen. Er nahm sich zwei Stunden Zeit und gab einen ausführlichen Einblick in seine Arbeit in der Regierungskoalition, die jedoch durch den Menschenunwürdigen Krieg in der Ukraine stark geprägt einen anderen Verlauf genommen hat, als er sich es nach der Wahl vorgestellt hatte! 

Nach seinen detallierten Ausführungen begann eine rege Diskussionsrunde mit den 23 Anwesenden. Das Hauptthema war natürlich die Klimakrise und die damit verbundenen notwendigen Energiepolitischen Maßnahmen. Ein Teilnehmer monierte die Reduzierung der Leistung seiner Fotovoltaikanlage auf 70% in Spitzenzeiten. Dies Problem hat etwas mit der Aufnahmefähigkeit und Netzstabilität des Stromnetzes zu tun, daher werden Windräder teilweise ganz vom Netz genommen und die Einspeisung der Fotovoltaikanlagen gedrosselt. Hier sollten und müssen zwingend Maßnahmen ergriffen werden, um die Speicherung von Energie zu verbessern, wie z.B. durch die Erzeugung von Wasserstoff mit dem überschüssigem Strom.

Weiteres Haupthema war die Verkehrsproblematik in unseren Gemeinden Schauenburg und Baunatal. Diese Verkehrsproblematik wird durch das weitere geplante, aber noch nicht verabschiedete Baugebiet Elgershausen Süd auf Schauenburger Seite, zwangsläufig entstehen. Hier wird es bestimmt noch heiße Diskussionen im Gemeindeparlament geben, ob es überhaupt ein Baugebiet oder ein verkleinertes oder,oder,oder geben wird!   

Dank gilt unseren grünen Mitstreiter*innen aus Baunatal, angeführt durch den Fraktionsvorsitzenden Ede Borschel, die sich rege an den Diskussionen beteiligten. Monika Woizeschke-Brück, Gründungsmitglied der Grünen in Schauenburg, jetzt in Baunatal beheimatet, berichtete aus ihrer Arbeit im Kreistag. Leider konnte sich der neu gewählte Kreisvorstand Katja Schöne(Kaufungen) und Juri Stölzner (Baunatal) nicht vorstellen, da sie terminlich anders eingebunden waren. Dies werden wir aber beim nächsten Stammtisch nachholen. Das Gleiche gilt für den ersten Grünen hauptamtlichen Kreisbeigeordneten Thomas Ackermann. Er ist  Dezernatsleiter im Landkreis für den Bereich “Umwelt und Klimaschutz”.  Markus Priester, neu gewählter Vorstandsbeisitzer von unserem OV, kam beding dienstlicher Termine etwas später hinzu. 

Fazit: Es war ein gelungener Stammtisch, den wir als feste Größe für alle Wählerinnen und Wähler in und um Schauenburg herum, als Informationsquelle in angemessenen Abständen anbieten werden.

Wir sind offen für Ideen, Informationen, Visionen und natürlich auch sachlicher Kritik! 

Diskussionsrunde
Hans-Jürgen Heinemann mit Boris Mijatovic

GRÜNE Interkommunale Zusammenarbeit Baunatal/Schauenburg

Neue Wege gehen die GRÜNEN Fraktionen aus Baunatal und Schauenburg. Auf Einladung der GRÜNEN Baunatal trafen sich im April 10 Mandatsträger*innen aus beiden Gemeindevertretungen in der Alten Schule, um interkommunale Themen zu Wohnen, Verkehr und regenerativen Energien erstmalig gemeinsam zu beraten. Im Zentrum standen dabei Planungen von Baugebieten in Elgershausen-Süd in Richtung Großenritte und auf Baunataler Seite. In diesem Kontext steht ebenso die jüngste Debatte aus dem Kreistag und der Baunataler Stadtverordnetenversammlung einer verbesserten Verkehrsanbindung über die Verlängerung der Straßenbahnlinien 2 und 5 in Richtung Schauenburg. Ebenso wurden Vorgaben aus dem Zweckverband Raum Kassel (ZRK) diskutiert, welche Art von Bebauung zukunftsweisend ist. Wieviel Wohneinheiten pro ha sind sinnvoll bzw. zukunftsweisend: die Mindestvorgabe 35 WE/ha oder besser 50 WE/ha? Welche energiepolitischen Standards müssen in Zukunft in Neubaugebieten erreicht werden, gerade in Anbetracht der aktuellen Debatte zur Zukunft der deutschen Energiepolitik? Wie hoch darf Flächenverbrauch und -versiegelung pro Jahr und Kommune sein, meist wertvolle Agrarflächen, bei der Ausweisung neuer Baugebiete? Welche Infrastruktur muss dabei mitgedacht werden bei Kita-Angeboten und Schulplätzen? 

Logische Konsequenz für die GRÜNEN Baunatal: eher weniger und nachhaltiger, d.h. zumindest eine ökologische Muster-Null-Energiesiedlung. Vorgaben durch den ZRK sind bereits bei Planung und jetzt bevorstehender Umsetzung des Neubaugebiets Vellmar-Nord festgeschrieben worden. Aus Reihen der Schauenburger GRÜNEN Fraktion gibt es die Frage:  Sollen eher reine Wohngebiete oder kleinere Gewerbemischgebiete geplant werden? Dabei muss auch die Lärmbelästigung mitgedacht werden, ebenso wie bei der Verkehrspolitik. 

Die nächsten Schritte in der Zusammenarbeit zwischen beiden Kommunen: Den ZRK frühzeitig einbinden, um interkommunale Projekte  bei der Siedlungsentwicklung zu fördern. Verkehrsplanung ist für die GRÜNEN Schauenburg der erste Schritt, der mit Baunatal abgestimmt werden sollte. Diskutiert werden könnte auch, ob  ein  eigener Zweckverband zwischen Baunatal und Schauenburg Sinn macht bei der Entwicklung von Baugebieten in beiden Kommunen, ähnlich wie dies beim Abwasserzweckverband bereits existent ist? Dann könnten Baugebiete gemeinsam entwickelt werden, was Infrastruktur, Nahversorgung, Energieversorgung, etc. angeht. Mitgedacht werden sollte die Verbindlichkeit für eine PV-Nutzung, um die kontinuierlich steigenden Stromkosten für Hausbesitzer*innen und Mieter*innen in den Griff zu bekommen. Ein immer wiederkehrender Problembereich ist die  Kontrolle bei den Auflagen in B-Plänen durch die Kommunen oder die Bauaufsicht beim Landkreis. Dies geschieht leider in den seltensten Fällen, nachdem die Häuser fertiggestellt wurden. 

GRÜNE Mandatsträger trafen sich zum Gedankenaustausch


Hans-Jürgen Heinemann für die Schauenburger und der Baunataler GRÜNE Fraktionsvorsitzende Edmund Borschel zeigten sich zufrieden von den Ergebnissen des Gesprächs. Daher ist geplant, sich regelmäßiger zu treffen, und nicht nur über Baugebiete auszutauschen. Dann liegen sicher schon konkretere Ausführungsbestimmungen u.a. beim Ausbau der Regenerativen (Solar, Wind, Erdwärme, Biomasse) und bei der Förderung von PV-Anlagen oder der Heizungsumstellung im sog. “Osterpaket“ von Minister Habeck aus dem Umwelt- und Wirtschaftsministerium vor.

Fraktionsvorsitzende Sabine von Dalwig gibt Ihre politischen Ämter auf.

In der Gemeindevertretersitzung am 24.03.2022 verabschiedete sich Sabine von Dalwig als aktive Mandatsträgerin von B`90/Die Grünen aus dem Parlament.

Sie hat sich seit Jahrzehnten für grüne Politik in der Schauenburger Gemeindevertretung, im Ortsbeirat Hoof  und auch außerhalb für die Gemeinde eingesetzt. Sie war beteiligt an dem großen Erfolg für B´90/Die Grünen bei der Kommunalwahl am 14.März 2021, wo wir zwei Sitze dazugewinnen konnten!

Ihr Engagement war geprägt durch Geduld, Scharfsinnigkeit in der Argumentation bei Sachfragen und  Kompromissfähigkeit, da wo es politisch vertretbar war. Sie konnte aber auch in der Verhandlungsführung mit den anderen Parteien in der Sache hart bleiben und die grünen Standpunkte vertreten und durchsetzen. 

So wünschen wir dir von allen Mandatsträgern der Grünen viel Gesundheit, Kraft für die Familie und in deinen neuen Aufgaben bei der Hospiz in Wolfhagen viel Spaß und Erfolg in deiner Tätigkeit als Koordinatorin.

Wir freuen uns, dass du uns auch weiterhin in der Gruppe begleiten wirst und auch deine Ideen einbringst.

Danke 

Die ersten Vorboten des Frühlings ab Februar

Langsam werden die Tage länger, erste Frühblüher stecken ihre Blütenköpfe hervor,

Meisen- und Grünfinken Rufe tönen durch die Gärten, auch manche Pollen, wie die der Erlen und der Haselnüsse ist bereits unterwegs.

Das ist eine Zeit, in der die Natur anfängt, wieder lebendig zu werden. Die Zeit der langen Winternächte neigt sich dem Ende zu. Dies ist auch eine Zeit, die ersten Bienen und Hummeln willkommen zu heißen. 

Als willkommene Pollenspender stehen die ersten Frühblüher hoch im Kurs. Um den kleinen fleißigen Helfern Pollen anbieten zu können, sollten neben den im Garten befindlichen Blumenzwiebeln auch Pflanzschalen mit Frühblühern aufgestellt werden.

Auch ist noch ausreichend Zeit vorhanden, um Nistkästen zu reparieren oder neue Nisthilfen anzubringen, denn bereits im März beginnt die Brutzeit vieler einheimischer Singvögel.  

Helft mit, unsere Heimat wieder lebenswerter zu machen und der Artenvielfalt Raum zu geben.

Jeder kann dazu seinen Beitrag leisten!

Monika Anselm

Blackout 

Wie gut ist Schauenburg gerüstet?


Am 18.01.2021 strahlte das hr-Fernsehen eine Reportage zum Thema Blackout in Hessen aus.
Das Szenario: Ein Stromausfall von mehreren Tagen.
– Kein Strom was bedeutet das für uns in der Gemeinde Schauenburg?
– Wie gut sind wir als Bürger gerüstet?
– Wie gut ist die Gemeinde mit ihren Organisationen Feuerwehr, DRK, ASB, usw. vorbereitet?
Stromausfall für mehrere Tage, das bedeutet nicht nur, dass kein Licht mehr brennt!
Sondern es bedeutet auch:
Dass kein Kühlschrank mehr kühltkeine Heizung mehr heizt, kein Wasser mehr aus der Leitung kommt,
kein Bankautomat, keine Automatiktür, keine Kasse im Supermarkt mehr
funktioniert, dass Kühe nicht gemolken werden können, tanken Fehlanzeige, telefonieren, Handy laden,
Internet, Radio hören unmöglich und noch einiges mehr.
Darum greifen wir, Bündnis 90/ Die Grünen, dieses Thema auf und suchen den Dialog mit den Bürgern
der Gemeinde sowie deren Organisationen wie Feuerwehr und Rettungsdienst.
Damit Schauenburg für alle Fälle vorbereitet ist.
Für Ideen und Anregungen haben wir immer ein offenes Ohr.


Bitte schreiben sie uns:
info@gruene-schauenburg.de


Tipp:
Das sollten sie bei einem längeren Stromausfall griffbereit haben:
Taschenlampe mit Batterie, Kerzen, Streichhölzer oder Feuerzeug, Radio mit Batterie, ggf.
Campingkocher.
Einen Notvorrat für 5-10 Tage, siehe Vorratstabelle-Ernährungsnotfallvorsorge
www.ernaehrungsvorsorge.de
oder Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
www.bbk.bund.de Download Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen PDF.

von Hans-Jürgen Gruneberg

Übersicht der Klimaentwicklung in Temperatur, Niederschlag und Sonnenstunden von 1995 bis 2020

Jahreswerte für Kassel / Schauenburg-Elgershausen (ab Nov. 2013)

Diese Statistik zeigt uns, wie wichtig unser Interesse von Bündnis90/Die Grünen am Klimaschutz ist. Wir allein werden nichts ändern, aber mit der Hilfe jedes Einzelnen können wir den Prozess verlangsamen und vielleicht sogar stoppen!

Zeitraum    Temperatur      Niederschlag    Sonnenschein
Mittel Abw.Summe% v.l.M.*Summe% v.l.M.*
19959,3 +0,2688,1 94%1587,2 107%
19967,4 -1,7605,7 83%1402,0 94%
19979,2 +0,1605,6 83%1705,6 114%
19989,3 +0,2869,4 119%1333,1 89%
19999,9 +0,8779,2 107%1500,0 101%
200010,1 +1,0716,7 98%1358,1 91%
20019,2 +0,1757,1 104%1337,5 90%
20029,6 +0,5764,0 105%1299,5 87%
20039,6 +0,5507,6 69,7%k.A.
20049,0 -0,1758,8 104%1460,3 98%
20059,3 +0,2696,3. 95,6%1573,5 106%
20069,7 +0,6636,2 87%1693,2 114%
200710,0 +0,9968,7 133%1495,7 100%
20089,6 +0,5620,8 85%1454,2 98%
20099,3 +0,2734,1 101%1508,1 101%
20108,1 -1,0661,1 91%1472,0 99%
 2011  9,9 +0,8563,8 77%1728,3 116%
20129,3 +0,2619,5 85%1484,0 100%
2013  Keine Werte
201410,0 +0,9747,3 103%1454,2 98%
20159,5 +0,4635,6 87%1610,4 108%
20169,2 +0,1645,3 89%1500,4 101%
20179,3 +0,2805,6 111%k.A.
201810,3 +1,2458,2 63%1957,1 131%
20199,9 +0,8754,7 104%1806,2 121%
202010,0 +0,9578,4 79%1806,5 121%

Was bedeuten die Werte?

% v.l.M. = Prozent vom langjährigen Mittel

Bei der Temperatur wird unter der Spalte “Mittel” die gemessene mittlere Temperatur des Jahres, unter der Spalte “Abw.” die Abweichung der Temperatur zum Mittelwert der Jahre 1981 bis 2010  angegeben. 

Beim Niederschlag wird in der Spalte “Summe” die gemessene Niederschlagssumme des Jahres in Liter pro m² und unter “% v.l.M.” die prozentuale Niederschlagssumme im Vergleich zum Mittelwert der Jahre 1981 bis 2010 (Mittelwert = 100 Prozent) angezeigt.

Beim Sonnenschein wird in der Spalte “Summe” die registrierte Sonnenscheindauer des Jahres in Stunden und unter “% v.l.M.” der Prozentsatz im Vergleich zum Mittelwert der Jahre 1981 bis 2010 (Mittelwert = 100 Prozent) angezeigt.

Datenquelle: www.wetterkontor.de und Weather online

In den letzten 13Jahren im Mittel  66mm/m² = 9,2% Minus an Niederschlag gegenüber 1995 – 2007

Fazit: Trockenzeiten werden länger

D.h. wir müssen vorausschauend mit der Resource Trinkwasser umgehen, denn es dauert ca.10-15Jahre, bis das Oberflächenwasser die Tiefe zur Trinkwassernutzung wieder erreicht hat

Nur so tragen wir dazu bei, daß die uns folgenden Generationen eine (Er)lebenswerte Erde behalten!

Der Wald zeigt uns heute schon, was die Dürreperioden erzeugen.

Was erwartet uns?

Haben wir dann noch die gleichen Mengen an Trinkwasser?

Darum macht mit beim Klimaschutz!

Graphische Darstellung

von Hans-Jürgen Heinemann

Gemeinsam aktiv gegen Lebensmittelverschwendung

Problematik: Rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel landen laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (2019) im Müll. Mit über 52% fällt dabei mehr als die Hälfte aller Lebensmittelabfälle auf den Bereich der privaten Haushalte zurück.                                                                       

1.  In Deutschland besitzen über 35 Millionen Menschen einen Garten.

2. Trotz steigendem Interesse an regionaler und saisonaler Kost verliert die Bevölkerung in Teilen den Bezug zur Natur und der Herkunft der Lebensmittel.Bei hohem Ernteertrag wissen viele Gartenbesitzer*innen nicht wohin damit und die Lebensmittel verderben. Daher ist es zur Erntezeit kein seltenes Bild, dass in vielen Gärten in Schauenburg z.B. Obst ungenutzt bleibt und verfault.

Maßnahme: Um die saisonale Überproduktion in Privatgärten sinnvoll zu nutzen, können Gartenbesitzer*innen an einer für jeden Ortsteil festgelegten Stelle,ihre überschüssige Ernte der örtlichen Bevölkerung zur Verfügung stellen. Gartenbesitzer*innen, die aus unterschiedlichen Gründen die Ernte ihrer Früchte nicht gewährleisten können, haben außerdem die Möglichkeit über eine Pinnwand an der Sammelstelle ihre Kontaktdaten in Form einer E-  Mailadresse zu hinterlegen. Somit haben Gemeindemitglieder die Möglichkeit, mit Personen in Kontakt zu treten, die gegebenenfalls einen Teil ihrer Ernte abgeben möchten.
Ziel: Wir als Bündnis 90/ Die Grünen möchten mit diesem Schritt einen wirkungsvollen Beitrag dazu leisten, der Lebensmittelverschwendung entgegen-zuwirken. Außerdem begreifen wir dieses Vorgehen als hilfreiche Initiative, die Gemeinschaft unserer Ortskerne zu festigen und das gemeinsame Füreinander anzuregen.

Vorschlag an die Gemeinde: Ein von der Gemeinde genehmigter Platz, innerhalb jedes Ortskerns, der als Sammel- und Tauschbörse für Lebensmittel aus    Privatgärten genutzt werden kann. Außerdem ggf.eine Biotonne, für eventuell anfallende Abfälle.

von Tillmann Schäfer