{"id":129,"date":"2021-02-20T07:45:06","date_gmt":"2021-02-20T06:45:06","guid":{"rendered":"http:\/\/gruene-lk-ks.de\/zierenberg\/?p=129"},"modified":"2024-08-16T05:48:19","modified_gmt":"2024-08-16T03:48:19","slug":"zierenberg-blueht-auf-fragen-zur-kommunalwahl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gruene-lk-ks.de\/zierenberg\/2021\/02\/20\/zierenberg-blueht-auf-fragen-zur-kommunalwahl\/","title":{"rendered":"Zierenberg bl\u00fcht auf \u2013 Fragen zur Kommunalwahl"},"content":{"rendered":"\n<p>Der NABU-Oberelsungen hat im Rahmen der Kommunalwahl 2021 einen Fragenkatalog rund um das Thema Natur erstellt und die Parteien\/Listen die zur Wahl antreten um Beantwortung gebeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Antworten aller Parteien k\u00f6nnt Ihr auf der Webseite des NABU-Oberelsungen finden: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.nabu-oberelsungen.de\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.nabu-oberelsungen.de\/<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Antworten haben wir zu eurer Information hier ver\u00f6ffentlicht:<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Fl\u00e4chenverbrauch reduzieren &#8211; Klimaschutz<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie sehen Sie den Fl\u00e4chenverbrauch bei der Ausweisung von neuen Bau- oder Gewerbegebieten &#8211; sind diese notwendig, gibt es andere Konzepte?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Den Fl\u00e4chenverbrauch sehen wir mit Sorge entgegen, vor allem wenn andere Parteien f\u00fcr eine Ausweitung der Gewerbegebiete k\u00e4mpfen. Dies w\u00fcrde ganz klar gegen eine nachhaltige Entwicklung sprechen. Die Innenbereichsentwicklung sollte vor der Inanspruchnahme neuer Freifl\u00e4chen Vorrang haben. Zierenberg hat zwei Gewerbebiete und gro\u00dfen Lehrstand. Da macht es f\u00fcr uns keinen Sinn ein neues Gebiet zu erschlie\u00dfen. Das sind enorme Fl\u00e4chenversiegelungen und Bodenver\u00e4nderungen, die nicht, bzw. nur mit riesigen Kosten wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden k\u00f6nnen. Wir setzen uns f\u00fcr eine genaue Erfassung des Leerstandes ein und wollen dann Gewerbetreibende gezielt anwerben, diese L\u00fccken zu f\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie stehen Sie zum Prinzip der inner\u00f6rtlichen Verdichtung \u201eInnen- vor Au\u00dfenausbau\u201c Erstellung eines L\u00fcckenkatasters?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir w\u00e4ren absolut daf\u00fcr. Es w\u00fcrde uns die M\u00f6glichkeit bieten, unbebaute, bzw. ungenutzte Grundst\u00fccke in einer \u00dcbersichtskarte darzustellen und soll die Suche nach geeigneten Grundst\u00fccken f\u00fcr Gewerbe, Hausbau, etc. erleichtern.<br><br><strong><em>Wie stehen Sie zu einem \u201eSchottergartenverbot\u201c bei Aufstellung von Bebauungspl\u00e4nen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch diese Forderung w\u00fcrden wir unterst\u00fctzen. Andere Bundesl\u00e4nder haben dieses Verbot bereits fl\u00e4chendeckend eingef\u00fchrt. Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Gr\u00fcne) appelliert seit Langem an die Kommunen, mehr gegen Schotterg\u00e4rten zu unternehmen. \u201eMit Blick auf den Klimawandel und mehr Unwetter komme es auf jeden Quadratmeter unversiegelten und begr\u00fcnten Boden an\u201c. Gartenanlagen m\u00fcssen insektenfreundlicher gestaltet und Gartenfl\u00e4chen vorwiegend begr\u00fcnt werden. Zudem tragen sie einen Beitrag zur Wasseraufnahmef\u00e4higkeit und sollten gr\u00fcn belassen oder gemacht werden. Nicht nur schr\u00e4nken Schotterg\u00e4rten den Lebensraum vieler Lebewesen ein, sie k\u00f6nnen die Fl\u00e4che \u00fcberhitzen, was das Mikroklima verschlechtert. Alle bereits angelegten Schotterg\u00e4rten unterliegen dabei dem Bestandsschutz.<br><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Wie stehen Sie zu einer Entsiegelung von \u00f6ffentlichen Fl\u00e4chen zur R\u00fcckhaltung von Regenwasser<\/strong>?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dem w\u00fcrden wir vollends zustimmen. Versiegelte Fl\u00e4che h\u00e4lt kein Regenwasser zur\u00fcck, sondern l\u00e4sst es nur in die Kanalisation flie\u00dfen. Damit ist es unwiderruflich verschwunden und f\u00f6rdert die Trockenheit in den Sommermonaten und die \u00dcberschwemmungen bei Starkregenereignissen.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Zur Verbesserung des inner\u00f6rtlichen Klimas sollten B\u00e4ume und Str\u00e4ucher im Siedlungsbereich gef\u00f6rdert und gepflanzt werden. W\u00fcrden sie hinter einem zu erarbeiteten Konzept stehen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Definitiv. B\u00e4ume und Str\u00e4ucher spenden nicht nur einen Lebensraum f\u00fcr unz\u00e4hlige Arten, sie spenden zudem Schatten, welcher wiederum dem Austrocknen der B\u00f6den entgegenwirkt. Dabei ist nat\u00fcrlich auf die Wahl der B\u00e4ume und Pflanzen zu achten, da sie zuk\u00fcnftigen Trocken- und Hitzestress standhalten m\u00fcssen.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bei Neu- und Umbauten sollten alle M\u00f6glichkeiten des Klimaschutzes ausgesch\u00f6pft werden. Bei Genehmigungen, in Bebauungspl\u00e4nen sollte daher immer eine S\u00fcdneigung der Dachfl\u00e4chen, die Nutzung von Solarthermie und Photovoltaik, eine Brauchwassernutzung vorgeschrieben werden. W\u00fcrden Sie diese Forderung vollends unterst\u00fctzen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Neubauten stimmen wir uneingeschr\u00e4nkt zu. Hiermit ist nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch langfristig den Bewohnern geholfen. Wenn auch mitunter die Amortisationszeiten recht lang sind, investiert man dennoch mit klimagerechten Ma\u00dfnahmen in die Zukunft. Man sollte die finanzielle Belastung anerkennen und benennen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>F\u00f6rderung von Arten- und Naturschutz auf kommunalen Fl\u00e4chen.<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>\u00d6kologische Bewirtschaftung auf kommunalen Fl\u00e4chen, z.B. Vorgaben zum<br>Einsatz von Pestiziden und D\u00fcngemitteln auf verpachteten Fl\u00e4chen. W\u00fcrden Sie sich f\u00fcr entsprechende Formulierungen in den Pachtvertr\u00e4gen einsetzen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf jeden Fall, wer Artenschutz m\u00f6chte, und hier geht es nicht nur um die Bienen, sondern auch um Wespen, Hummeln, Schmetterlingen, Laufk\u00e4fer u.v.m., muss alles M\u00f6gliche tun, um diese zu erhalten. Wer die Insekten sch\u00fctzt, sch\u00fctzt auch die Artenvielfalt bei Pflanzen, die f\u00fcr ihre Fortpflanzung auf bl\u00fctenbesuchende Insekten angewiesen sind.<br>D\u00fcngemittel haben ebenfalls gro\u00dfe Auswirkungen auf ihre direkte Umgebung, aber was weniger bekannt ist, ist dass sie auch Oberfl\u00e4chen-, sowie Grundwasser gef\u00e4hrden. Bereits jetzt gibt es vielerorts viel zu hohe Nitratwerte im Trinkwasser, dem unbedingt Einhalt geboten werden muss. Sicherlich tr\u00e4gt hier die Landwirtschaft einen betr\u00e4chtlicheren Anteil, dennoch sollte gerade in unserem Warmetal auch auf kommunalen Fl\u00e4chen darauf geachtet werden.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Setzen Sie sich f\u00fcr Vertragsnaturschutz auf kommunalen Fl\u00e4chen, z.B. Lerchenfenster, Bl\u00fchstreifen, Gentechnikfrei (Saatgut) ein?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich stimmen wir dem zu. Wir m\u00f6chten hier aber auch keine leeren Versprechungen machen. Letztendlich wird hier die Kostenfrage im Raum stehen. Gibt das der Etat der Stadtverwaltung her? Vielleicht sollte man das Pferd von hinten aufz\u00e4umen. In welchen Bereichen verpuffen Gelder, bzw. k\u00f6nnten Gelder eingespart werden die stattdessen f\u00fcr solch wichtige Umweltschutzma\u00dfnahmen zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden? Wir m\u00f6chten uns zuk\u00fcnftig f\u00fcr einen nachhaltigen Einsatz der zu Verf\u00fcgung stehenden finanziellen Mittel einsetzten.<br><br><strong><em>Wegr\u00e4nder in kommunalem Eigentum in voller Breite erhalten, Mahdtermine dieser erst sp\u00e4ter im Jahr, ab August bzw. in Staffelmahd, Mahd vor Mulchen. W\u00fcrden Sie diese Forderung unterst\u00fctzen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Absolut. Wir schlagen vor, ein detailliertes M\u00e4hkonzept zu entwickeln, um so dem Verlust der Artenvielfalt zu begegnen. Die Pflege an Stra\u00dfen und Wegr\u00e4ndern ist nat\u00fcrlich an bestimmten Bereichen aus Gr\u00fcnden der Verkehrssicherung wichtig, so dass sie intensiv gepflegt werden m\u00fcssen. Allerdings sollten wir die Abschnitte an den Stra\u00dfen identifizieren, die extensiv gepflegt werden k\u00f6nnen. Beispielsweise k\u00f6nnten viele B\u00f6schungen nur einmal pro Jahr gem\u00e4ht werden, um den Geh\u00f6lzaufwuchs zu verhindern. Auch wechselseitiges M\u00e4hen der Stra\u00dfenseiten ist m\u00f6glich, so dass nicht schlagartig alle Bl\u00fctenpflanzen und damit das Nahrungsangebot f\u00fcr viele Insekten wegf\u00e4llt. Ein weiteres fl\u00e4chendeckendes Problem ist die M\u00fcllbeseitigung an Stra\u00dfenr\u00e4ndern. Hier muss unbedingt darauf hingearbeitet werden, dass der M\u00fcll zuerst beseitigt wird, bevor die M\u00e4hmaschinen m\u00e4hen. Unmengen an vornehmlich Plastik wird zerschreddert und landet als kleine Teile im Gr\u00fcnstreifen, die nicht mehr aufgesammelt werden k\u00f6nnen.<br><br><strong><em>Die inner\u00f6rtlichen Rasenfl\u00e4chen werden w\u00f6chentlich gem\u00e4ht. Darunter leidet die Artenvielfalt. Neue Konzepte der inner\u00f6rtlichen Gr\u00fcnfl\u00e4chenpflege m\u00fcssen erstellt werden. Dabei sollte die Artenvielfalt eine Rolle spielen, z.B. Reduzierung der M\u00e4hintervalle au\u00dferhalb der Spielfl\u00e4chen, Neuanlage von Bl\u00fchfl\u00e4chen, bl\u00fchende Stauden und B\u00fcsche auch auf Verkehrsinseln etc.. Wie w\u00fcrden Sie dieses Thema angehen und erf\u00e4hrt es von Ihnen Unterst\u00fctzung?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir unterst\u00fctzen diese Forderung auf jeden Fall und w\u00fcrden solche Gr\u00fcnfl\u00e4chenkonzepte gerne gemeinsam mit dem NABU entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Naturschutzgerechte Pflege der Geh\u00f6lze an Gew\u00e4ssern und Hecken in den Gemarkungen werden unzureichend und schlecht umgesetzt. Auch hier m\u00fcssen Konzepte erstellt werden. Wie w\u00fcrden Sie dieses Thema angehen und erf\u00e4hrt es von Ihnen Unterst\u00fctzung?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier m\u00f6chten wir diese Forderung auf jeden Fall unterst\u00fctzen und gerne gemeinsam mit dem NABU solche Konzepte entwickeln.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Streuobstbest\u00e4nde pr\u00e4gen unsere Gemarkungen. Deren Erhalt und Pflege steht nicht immer im Fokus. Dabei sind diese besonders wichtig f\u00fcr die Artenvielfalt. Gerade an den Feldwegen werden B\u00e4ume entfernt, aber nicht mehr nachgepflanzt. Die Kulturlandschaft ver\u00e4ndert sich. Ihr Beitrag f\u00fcr Tourismus und Naherholung wird geringer. Wie w\u00fcrden Sie dieses Thema bewerten und erf\u00e4hrt es von Ihnen Unterst\u00fctzung?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Leider ist die Baum- und Heckenanzahl an und zwischen den Feldern eher gering in unserer Kommune. In Zusammenarbeit mit den Landwirten sollten hier unbedingt Pflanzen und Hecken gepflanzt werden. Sie bieten unz\u00e4hligen Organismen einen wichtigen Lebensraum. M\u00f6glicherweise stehen auch noch weitere kommunale Fl\u00e4chen zur Verf\u00fcgung, die durch Neubepflanzung und damit der Erweiterung der Obstbaumbest\u00e4nde einen Beitrag zum Naturschutz leisten k\u00f6nnen.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Im Landkreis steht die Einrichtung eines durch das Land Hessen gef\u00f6rderten Landschaftspflegeverbandes kurz bevor. Dieser bietet die M\u00f6glichkeit der fachlichen Unterst\u00fctzung von au\u00dfen. Hier sollte die Stadt Zierenberg Mitglied werden. W\u00fcrden Sie die Mitgliedschaft unterst\u00fctzen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unbedingt. Zumal der j\u00e4hrliche Mitgliedsbeitrag sicherlich \u00fcberschaubar ist und die Stadt Zierenberg die Mitgliedschaft marketingwirksam nutzen k\u00f6nnte.<br><br><strong><em>Artenschutzma\u00dfnahmen an st\u00e4dt. Geb\u00e4uden (Schwalben, Mauersegler, Falken etc.) lassen sich teilweise rasch und kosteng\u00fcnstig bei Neu- und Umbauten z.B. durch Niststeine durchf\u00fchren. Hier hat die Kommune auch eine Vorbildfunktion! Wie w\u00fcrden Sie dieses Thema angehen und erf\u00e4hrt es von Ihnen Unterst\u00fctzung?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nisthilfen sind leicht zu montieren und nicht kostenintensiv, so dass man hier schnell nachr\u00fcsten kann, um Artenschutz zu gew\u00e4hrleisten. Zudem sollten hier die B\u00fcrger:innen mit ins Boot gebracht werden um ihrerseits wirksame Artenschutzma\u00dfnahmen an den eigenen Immobilien umzusetzen. Informationstage und Projekte sowie Hilfe bei der Umsetzung k\u00f6nnen wir uns sehr gut vorstellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Ausgleichsma\u00dfnahmen<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>F\u00fcr jeden Eingriff muss eine Ausgleichsma\u00dfnahme erfolgen. Diese wird in den Bebauungspl\u00e4nen festgehalten. Jedoch findet aus unserer Sicht keine Kontrolle der festgelegten Ma\u00dfnahmen statt. Wir fordern daher eine Ausarbeitung einer Aufstellung dieser Ma\u00dfnahmen und deren bisherigen Umsetzung f\u00fcr zumindest die letzten 30 Jahre. W\u00fcrden sie unsere Forderung in den politischen Gremien unterst\u00fctzen und forcieren?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, wenn bestehendes Recht nicht umgesetzt wird, muss leider nachgeholfen werden. Transparenz ist hier das A und O bei der Umsetzung des Klima- und Umweltschutzes, damit B\u00fcrger:innen Entscheidungen auch nachvollziehen k\u00f6nnen und ggf. auch Druck aufbauen k\u00f6nnen. Aussitzen bis der Unmut gro\u00df genug ist, ist weder \u00f6kologisch noch klug.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Aus unserer Sicht m\u00fcssen die Einzelma\u00dfnahmen dringend in ein fl\u00e4chen\u00fcbergreifendes Gesamtkonzept eingebettet werden. Ausgleichsma\u00dfahmen d\u00fcrfen nicht nur rechnerisch als Ausgleich dienen, sondern m\u00fcssen dies auch in der Praxis sein. W\u00fcrden Sie dies in den politischen Gremien unterst\u00fctzen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen anhand konkreter Zahlen wissen, in welchem Umfang Ausgleichsma\u00dfnahmen umgesetzt wurden, bzw. wie verbreitet solche Missst\u00e4nde sind. Naturschutzverb\u00e4nde beklagen oft eine fehlende Transparenz. Kommunen informieren nicht \u00f6ffentlich \u00fcber die angeordneten Ausgleichsma\u00dfnahmen geschweige denn vertragliche Vereinbarungen zu den Ma\u00dfnahmen. Wir m\u00f6chten zuerst einen \u00dcberblick gewinnen. Wenn n\u00f6tig, sollte ein Monitoring vorgeschrieben werden, dessen Ergebnisse allgemein zug\u00e4nglich ver\u00f6ffentlicht werden sollten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Waldnaturschutz<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Die Umsetzung von Natur- und Klimaschutz in unseren Waldgebieten sollte durch eine naturgem\u00e4\u00dfe Waldwirtschaft erfolgen. Eine FSC-Zertifizierung, Erhalt von Altholzinseln, Ausweisung von Naturwaldgebieten, Pflanzen von vielf\u00e4ltigen Laubholzw\u00e4ldern mit Edellaubh\u00f6lzern, \u00d6ko-Jagd und Wildtiermanagement auf kommunalen Fl\u00e4chen w\u00e4ren hierf\u00fcr Ans\u00e4tze. Wie stehen sie zu diesem Thema, welche Vorschl\u00e4ge gibt es von Ihnen hierzu?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich unterst\u00fctzen wir jegliche Ma\u00dfnahmen die zum Umwelt- und Klimaschutz in den Waldgebieten beitragen. Allerding fehlt uns hier die notwendige Transparenz und das Wissen um eine seri\u00f6se Antwort zu geben. Wieviel kommunaler Wald geh\u00f6rt zu Zierenberg? Welche Ma\u00dfnahmen wurden bereits umgesetzt? Welche Ma\u00dfnahmen sind bereits in Planung? Besteht bereits enge Zusammenarbeit mit den verantwortlichen F\u00f6rstern? Wir lernen gerne in diesem Themengebiet dazu und freuen uns auf konstruktiven Austausch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Gew\u00e4sserschutz<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Der Schutz und Ausbau naturnaher Gew\u00e4sserstrukturen ist eine kommunale Aufgabe. Hier besteht Handlungsbedarf in der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie inkl. Hochwasserschutz. F\u00fcr Renaturierung von kommunalen Gew\u00e4ssern gibt es F\u00f6rderungen, z.B. \u00fcber das Programm 100 wilde B\u00e4che. Wie sollte das Thema aus Ihrer Sicht angegangen werden?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Begradigung und Verbauung vieler B\u00e4che wurden Lebensr\u00e4ume zerst\u00f6rt. Die Gew\u00e4sserrenaturierung tr\u00e4gt nicht nur zur R\u00fcckgewinnung dieser Lebensr\u00e4ume bei, sie f\u00f6rdert die Biodiversit\u00e4t, dient dem Hochwasserschutz und wirkt den Folgen des Klimawandels entgegen. Die Nebelbeeke, die dem Hohen D\u00f6rnberg entspringt, ist ein Zulauf der Warme und soll im Programm 100 wilde B\u00e4che renaturiert werden. Laut der Programmbeschreibung sollen bis \u201e2027 [\u2026] alle Gew\u00e4sser im Rahmen der EU-Vorgaben in einen guten \u00f6kologischen Zustand gebracht werden\u201c um sie modellhaft zu renaturieren. Im Rahmen des Programms wird \u201eden Kommunen bei der Renaturierung viel Arbeit abgenommen [\u2026]. Sie erhalten eine umfangreiche Unterst\u00fctzung von den ersten Planungsschritten bis hin zur Umsetzung der Renaturierungsma\u00dfnahmen.\u201c (https:\/\/wildebaechehessen.de\/)<br>Hier gilt es nach dem Modell zu handeln. Wir streben einen engen Austausch mit der Kommune Calden an, um uns wertvolle Informationen und Unterst\u00fctzung zu besorgen, um unsere B\u00e4che im gesamten Gebiet Zierenberg naturnaher zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Nachhaltigkeit<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>In der Stadt m\u00fcssen nachhaltige Konzepte f\u00fcr kommunalen Einrichtungen\/Veranstaltungen erstellt werden. Hierzu z\u00e4hlen die Umsetzung von Recycling-Konzepten, Bio-F\u00f6rderung in kommunalen Einrichtungen, Fair Trade etc. Wie w\u00fcrden Sie dieses umsetzen wollen, welche M\u00f6glichkeiten bieten sich hier nach Ihrer Einsch\u00e4tzung?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In vielen st\u00e4dtischen Einrichtungen existieren bereits Recycling-Konzepte die sicherlich noch ausweitbar sind. Grunds\u00e4tzlich sollten Veranstaltungen \u201eplastikfrei\u201c und mit einem nachhaltigen Recycling-Konzept durchgef\u00fchrt werden. Im Bereich der Bio-F\u00f6rderung und der Nutzung von Fair Trade-Produkten in kommunalen Einrichtungen scheitert es meist am Preis der Waren. F\u00fcr Veranstaltungen dagegen sehen wir eine Bio-F\u00f6rderung und die Nutzung von Fair Trade-Produkten als durchaus umsetzbar an. <\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Eine Vielzahl der B\u00fcrger:innen ist durchaus bereit f\u00fcr Bio- und Fair Trade-Produkte mehr zu bezahlen. Zur Nachhaltigkeit geh\u00f6rt auch der Ausbau zu einer verkehrsgerechten Stadt, Ausbau des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs, Radwegebau, eine Vernetzung der Stadtteile. Welche Vorschl\u00e4ge und Ideen haben Sie?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bez\u00fcglich der Mobilit\u00e4t blicken wir freudig in die Zukunft. Die Vernetzung der Stadtteile durch Radwege ist von allen gewollt und wird hoffentlich schnellstm\u00f6glich umgesetzt. Des Weiteren m\u00f6chten wir in Kontakt mit dem NVV treten, um z.B. die Kapazit\u00e4ten zur generellen Fahrradmitnahme in den Regiotrams oder die Taktung der Tram speziell f\u00fcr Oberelsungen zu erh\u00f6hen. Ein schnelles Pendeln zwischen den Stadtteilen ist aktuell ohne Auto kaum m\u00f6glich. Damit die Verkehrswende auch auf dem Land funktionieren kann, m\u00fcssen wir Alternativen schaffen, die es uns erm\u00f6glichen, unabh\u00e4ngiger vom Auto zu werden und uns nachhaltiger und klimafreundlicher zu bewegen. Daf\u00fcr schlagen wir beispielsweise auch das Aufstellen von zahlreichen Mitfahrb\u00e4nken vor.<br>Auch der Ausbau der E-Mobilit\u00e4t ist entscheidend in der Verkehrswende, um die Ziele des Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung zu erreichen. Daf\u00fcr setzen wir uns f\u00fcr die Aufstellung weiterer Lades\u00e4ulen ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Energiewende<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Durch die Umsetzung von Klimaschutz- und Energiesparprogrammen sehen wir ein Einsparpotenzial im Energieverbrauch. Wir fordern nachhaltige (LED) und artenschutzfachliche Beleuchtungskonzepte im Siedlungsraum und den \u00f6ffentlichen Einrichtungen, g\u00e4nzliche Umstellung auf \u00d6kostrom. Wie stehen Sie zu den Vorschl\u00e4gen und wie k\u00f6nnen diese umgesetzt werden?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir stehen den Vorschl\u00e4gen grunds\u00e4tzlich positiv entgegen. Um hier eine seri\u00f6se Aussage treffen zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen wir Informationen \u00fcber den derzeitigen Ausbau von Energiema\u00dfnahmen im Siedlungsraum und den \u00f6ffentlichen Einrichtungen. Danach m\u00fcssten die gr\u00f6\u00dften Einsparpotentiale identifiziert werden und ein Ma\u00dfnahmen- und Kostenplan erstellt werden. Danach sollte man die Ma\u00dfnahmen des Klima- und Energiesparprogrammes priorisieren und konsequent umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Natur- und Umweltbildung<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Die Sensibilisierung f\u00fcr Themen des Natur-, Klima- und Umweltschutzes ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Die Schaffung und F\u00f6rderung von Bildungsangeboten in Kita, Verwaltung, Bauhof und Politik ist daher wichtig. Wie w\u00fcrden Sie die Schaffung solcher Angebote unterst\u00fctzen, in Anspruch nehmen und f\u00f6rdern?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur Sensibilisierung dieser Themenbereiche w\u00fcrden wir uns gerne aktiv einbringen und gemeinsam mit den jeweiligen Tr\u00e4gern (Kitas, Schulen, Kinder- und Jugendarbeit, Verwaltung) und in Zusammenarbeit mit Umweltverb\u00e4nden aus der Region die Kindergartenkinder, Sch\u00fcler, st\u00e4dt. Mitarbeiter und B\u00fcrger:innen informieren und Themen- und Aktionstage begleiten (z.B. Projektwochen\/Informationstage, M\u00fcll-Sammelaktionen, Umweltmesse im B\u00fcrgerhaus, usw.).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der NABU-Oberelsungen hat im Rahmen der Kommunalwahl 2021 einen Fragenkatalog rund um das Thema Natur erstellt und die Parteien\/Listen die zur Wahl antreten um Beantwortung gebeten. 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